
Norbert Clasen
Orkan, Feuer und Eis
Art.Nr.: 978-3-86108-987-2
Abbildungen: 172 überwiegend farb.
Maße: 26,5 x 21,8 cm
Einband: geb.
Erscheinungsjahr: 2009
Auflage: 1. Aufl.
Reihentitel:
Band:
Dezember 1999: Einer der schwersten Orkane der letzten Jahrzehnte, »Anatol«, rast über die Nordsee. Das unbemannte Feuerschiff »Elbe 1« kentert und liegt kieloben am Anker. Vor der Küste von Sylt treibt das Frachtschiff »Lucky Fortune« trotz Notankerung auf die Küste zu. Im selbstlosen Einsatz gelingt es der Besatzung des Bergungsschleppers »Oceanic«, die »Lucky Fortune« auf den Haken zu bekommen und so eine Umweltkatastrophe zu verhindern. Nicht nur in der Nord- und Ostsee, zwei der navigatorisch schwierigsten Reviere der Welt, geraten immer wieder durch Naturkatastrophen, technisches oder menschliches Versagen, Schiffe in Seenot, sind Menschenleben in Gefahr, droht der Verlust von Schiff und Ladung. In dieser Situation sind professionelle Berger gefragt, die – oft unter immensen Risiken und Einsatz ihres eigenen Lebens – den Havaristen zu Hilfe eilen. Aus über fünfzigjähriger Praxis berichtet Norbert Clasen, Kapitän und Bergungsinspektor bei der größten deutschen Bergungsreederei, aus dem harten Alltag der Berger, der sich weitab romantischer Vorstellungen von aufregenden Abenteuern und glänzenden Reichtümern abspielt. Dennoch sind es dramatische Geschichten: etwa die Bergung der hilflos im Sturm treibenden Bohrinsel »Ocean Tide«, die Befreiung des Frachtschiffes »Hilda Wesch« von einer tückischen Sandbank in der Mündung des westafrikanischen Calabar River, die Feuersnot auf der norwegischen »Cometa«, das Freischleppen der Frachter »Courson « und »Estrella« vom berüchtigten Scharhörn-Riff bei Schneesturm und Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt. Es sind Geschichten, die trotz aller technischen Fortschritte, trotz aller Sicherheitsmaßnahmen immer wieder passieren können und passieren. Ohne die erfahrenen Berufsberger, ohne deren technisches Wissen, navigatorisches Können und ohne das nötige Quäntchen Glück wären längst einige hundert Seeleute mehr umgekommen und viele Schiffe verloren gegangen.
