Hoffnung ist ein ewiges Begräbnis

Artikelnummer:: 978-3-86108-729-8
Autor: Hans Hesse
Seiten: 168
Abbildungen: 54 sw
Einband: geb.
Erscheinungsjahr: 1998
Auflage:
Reihentitel:
Band:
Maße: 20 x 14 cm

Briefe von Dr. Hannah Vogt aus dem Gerichtsgefängnis Osterode und dem KZ Moringen 1933

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Im März 1933 wurde die junge Göttiner Studentin Hannah Vogt wegen Verdacht des Hoch-
verrates verhaftet. Ihr Vergehen: Sie hatte sich für die KPD engagiert. Neun Monate lang
wurde sie, erst im Amtsgerichtsgefängnis Osterode (Harz), dann als eine der allerersten In-
sassinnen im Frauen-Konzentrationslager Moringen bei Göttingen festgehalten, ohne dass
es jemals zu einer ordentlichen Gerichtsverhandlung gekommen wäre. Hannah Vogt enga-
gierte sich nach dem Krieg intensiv in der Göttinger Kommunalpolitik und in der Gesell-
schaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit.Als sie 1994 starb, fand sich in ihrem Nach-
lass eine umfangreiche Korrespondenz, die sie während der Haft mit ihrer Familie geführt
hatte. Die Briefe spiegeln die dramatische Situation der ersten Monate nach dem Macht-
antritt der Nationalsozialisten wider, sie lassen die Bedrohung des Haftalltags erahnen und
vermitteln gleichwohl den mutigen Anspruch einer jungen Studentin, sich der Repression
zu widersetzen. Dieses spannende Zeitdokument wird hier erstmals veröffentlicht. Der
Göttinger Historiker Hans Hesse hat den Briefwechsel mit einer ausführlichen Einleitung
versehen, die vor allem den Werdegang Hannah Vogts vor und nach ihrer Inhaftierung er-
läutert. Die Briefe selbst sind behutsam kommentiert, um heutigen Lesern zeitgeschicht-
liches Hintergrundwissen zu vermitteln, Anspielungen zu erläutern und Zusammenhänge
herzustellen. Ein Nachwort, biographische Daten zu Hannah Vogt und ein Verzeichnis
aller Briefe vervollständigen das Buch.
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